Viele sind davon überzeugt, dass sie sich ihr Ziel nur möglichst lebhaft vorstellen müssten, dann würden sie dieses auch beinahe automatisch erreichen. Aber ist das wirklich so?
Ein gesetztes Ziel kann durch Zielvisualisierung, also durch das lebhafte Vorstellen des Zielzustandes gestärkt werden. Doch wie G. Oettinger herausgefunden hat, ist dabei die Erwartungshaltung entscheidend. Mit einer falschen Erwartungshaltung kann das Visualisieren von Zielen sogar negative Konsequenzen haben. (sieh Artikel "Culture and Future Thought")
Das sagt die Wissenschaft
In Studien zur Gewichtsreduzierung hat sich gezeigt, dass sowohl die Erwartungen als auch die Fantasien den Gewichtsverlust gut vorhersagen liesen. Patienten mit einer positiven Erwartung verloren durchschnittlich 12 kg mehr als Patienten mit einer negativen Erwartung. Patienten mit positiven Fantasien verloren dagen 11 kg weniger als Patienten mit negativen Fantasien.
Das klingt zunächst etwas verwirrend. Doch klarer wird das ganze, wenn der Zusammenhang zwischen Erwartung und Fantasie betrachtet wird. So führte die Kombination von positiven Fantasien und negativen Erwartungen zu einer Gewichtszunahme nach einem Jahr. Den größten Abnehmerfolg verzeichneten Patienten mit der Kombination aus negativen Fantasien und positiven Erwartungen, wenn sie sich also davon überzeugt waren, sie konnten ihr Zielgewicht erreichen, allerdings sich das Ziel nicht richtig vorstellen konnten.
Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass die bloße Vorstellung einer erfolgreichen Erreichung des Zieles bereits so befriedigend sein kann, dass die reale Umsetzung blockiert wird.
Bestätigt wurde diese Vermutung in einer weiteren Studie mit Studentinnen zu zwischenmenschlichen Angelegenheiten. Sie sollten die Wahrscheinlichkeit für ein Happy End einschätzen, in Situationen die für sie im Moment sehr wichtig sind. Die Studentinnen wurden in vier Gruppen eingeteilt. In der ersten Gruppe sollten sie Aspekte des Happy Ends und der negativen Realität nennen. Diese Gruppe wurde in zwei Untergruppen eingeteilt. Zum Einen mit hoher Erfolgserwartung und zum Anderen mit niedriger Erwartung. In der dritten Gruppe sollten sich die Studentinnen nur in positiven Fantasien schwelgen. In einer vierten Gruppe dagegen nur an die negative Realität denken.
Im Anschluss wurden die Gruppen befragt, wie energetisiert und wie aktiv sie sich fühlten, die Angelegenheit zu klären. Am energetisiertesten fühlten sich die Personen mit einer Happy End Fantasie, vorausgesetzt, dass sie eine hohe Erfolgs-Erwartung hatten. Im Falle niedriger Erwartungen waren sie am unaktivsten. Die beiden anderen Gruppen lagen zwischen den beiden extemen.
Fazit:
Das positive Visualisieren in Kombination mit dem Auseinandersetzen der negativen Realität hilft also Ziele tatsächlich umzusetzen. Notwendig ist allerdings auch eine positive Erwartungshaltung. Aus der Vergangenheit, in der du bereits erfolgreich warst, kannst du Zuversicht und somit eine positve Erwartungshaltung aufbauen. (siehe Eigenlob hilft)
Diese Erkenntnis erklärt, warum viele ihre Ziele nicht erreichen. Sie können sich in das Ziel hineinversetzen und es erleben. Leider glauben sie auf Grund der Realität nicht daran dieses Ziel auch wirklich erreichen zu können (das ist dann eine negative Erwartungshaltung). Wer nicht daran glaubt, dass er sein Ziel erreichen kann, wird es auch nicht erreichen können. Zielvisualisierung kann sogar negativ wirken, da bereits das visuelle Erleben des Zieles bereits befriedigend genug ist.
So kannst du eine positive Erwartung aufbauen:
- Mach dir bewusst, was du in der Vergangenheit bereits geleistet und erreicht hast.
- Mach dir deine Fähigkeiten und Stärken bewusst.
- Vertraue darauf, dass du auch in Zukunft deine Ziele erreichen kannst.
- Welche Hindernisse könnten dir bei der Erreichnung deines Zieles begengen?
- Mache dir für jede "Hürde" einen Plan, wie du diese positiv meistern kannst.
- Freue dich darüber, wenn mal etwas schief geht, denn auch dadurch lernst du dazu!
- Mach es dir zur Routine, deine Ziele zu erreichen!
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